Ashramwoche vom 16.10. bis 22.10.2011

Ashramwoche im Satyam Sadhana Yogazentrum Volklings

Nachdem wir uns bei einer leckeren Gemüsesuppe zusammen gefunden haben, um anschließend einen Bericht über die vergangene Ashramwoche zu verfassen, entstand der Gedanke, jeweils drei Erfahrungsberichte mit unseren subjektiven Eindrücken in Worte zu fassen. Wir waren uns einig, dass das Erfahrene sehr individuell und im Grunde nur sehr schwer in Geschriebenem ausdrückbar ist. Jedoch wollen wir allen die Möglichkeit geben, an unseren Erlebnissen Teil zu haben und sie zu inspirieren. Daher folgen nun drei Erfahrungsberichte:

Bericht 1

                                          

„Vorfreudig angekommen an einem besonderen, ursprünglichen Ort- wohlgefühlt- Zusammensein und Kennenlernen von unterschiedlichen, besonderen Menschen genossen- an Tagesstruktur und Regeln gewöhnt- angenommen gefühlt- Gartenarbeit geliebt- Hausarbeit nicht gerne gemacht- mich selbst hinterfragt- von Stimmungen wegtragen lassen- durch Gefühlsschwankungen gegangen- eigene Verletzbarkeit gespürt- von eigenem Tiefgang erfasst- dann irritiert- zuletzt angenommen und wieder mehr innere Stabilität und Ruhe erlangt- Menschen lieb gewonnen- Verbundenheit gespürt- Gewissheit über eine wertvolle Zeit- schwerer Abschied mit gemischten Gefühlen- erholt und erfüllt abgereist…

Meine inneren Bewegungen während der Woche und im Nachgang in Worte zu fassen, fällt mir noch heute schwer……Ich blicke zurück auf eine wertvolle, (selbst)erkenntnisreiche und aktive Woche im Kreise lieber Menschen.

Die Welt lebt durch Menschen, Miteinander, Verständnis, Vertrauen und Liebe….

Danke an alle!“

                   

 Bericht 2

„Schwierig zu beschreiben, was sich nicht in Worte fassen lässt, eine Woche Ashramleben im Yogazentrum Volklings. Äußerlichkeiten, das was getan wurde, Notwendiges wie Gartenbeete Winterfest machen, Mist vom Bauern holen, Kürbisse und Äpfel ernten, dies ist der Rahmen innerhalb dessen anderes geschah, jenes was sich nicht wirklich wiedergeben lässt. Das Außen bestimmt das Innen und umgekehrt, was bedeutet, dass die Seelenzustände während des Schiebens einer vollbeladenen Kuhmistschubkarre direkten Bezug zu dem Inhalt selbiger haben und natürlich auch umgekehrt, das Schieben und der Mist wirken sich in unmittelbarer Weise auf das Gemüt aus. Im Augenblick des Geschehens ziemlich zermürbend, im Nachsinnen später jedoch kann das nur noch als ausgesprochen positiv gewertet werden.
Denn was soll Ashramleben bewirken? Wellness für Körper und Seele, eine nette Entspannungswoche mit morgendlichem Yogaunterricht, mittäglichem Yoga Nidra und abendlichem Kirtan? Durch Karmayoga wird diesem Wohlbefinden ein völlig anderer Aspekt hinzugegeben, Seva, selbstloses Dienen, selbstloses Tun, ohne nach dem Grund zu fragen, ohne nach dem Ergebnis zu schauen. Und das ist wirkliches Wellness, spürbar in den Knochen und den unzähligen Gehirnwindungen, die, endlich, richtig durchgespült werden, Konfrontation mit sich und seinem Selbst, Auseinandersetzung mit Dingen die man als naturgemäß hinnimmt und irgendwann deren Fragwürdigkeit bemerkt, dies Alles durch das Schieben einer Karre mit Mist durch den Garten auf die Beete auf den Haufen und zurück zur nächsten Fuhre, Konfrontation mit sich und seinem Selbst um zu erkennen, um zu lernen, um weiter zu gehen, immer ein Schritt nach dem anderen, oftmals stolpernd aber immer weiter und dabei eine große, immer wieder, Hilfe ist Karmayoga, ist eine Woche Ashramleben im Satyam Sadhana Yogazentrum Volklings, ist wieder ein kleiner Schritt zu mir Selbst.“

 

Bericht 3

„Umgeben von Wegbegleitern begann die Ashramwoche an einem sehr besonderen Ort in Volklings im Yogazentrum.

Der geregelte Tagesablauf mit Mantra chanten und Asanas am Morgen, Yoga Nidra am Nachmittag, Pranayama vor dem Abendessen und nicht zu vergessen „Verschiedenes“ (oder auch „Gemischtes“ genannt) ab 19.30 Uhr wirkte auf mich sehr heilsam. Das Karma Yoga gab mir die Möglichkeit loszulassen, abzuarbeiten, Masken fallen zu lassen und sich dadurch ein Stück selbst näher zu kommen. Die Möglichkeit das Bewusstsein zu erlernen für meine Motivationen, meine Erwartungen und meine Konditionierungen gibt mir Karma Yoga. Selbstbeobachtung, den Blick für das Wesentliche in meinem Leben, für die großen Steine im Goldfischglas.

Wenn mich jemand jetzt fragen würde, wie meine Urlaubswoche so war und was ich denn gemacht hätte…was würde ich antworten?

Ich war an einem wunderschönen Ort in der Nähe des Bodensees. Ich habe dort Beete umgegraben, Fenster geputzt, gebügelt, Äpfel gesammelt, gekocht, gebacken, To do Listen geschrieben und nebenbei Asanas, Pranayama, Yoga Nidra und Kirtan gelebt. Ich habe gelacht, geweint, mich einsam und vollkommen gefühlt. Ich war vorallem aber echt und so nah an mir dran, wie im Alltag nur selten. Und ich war getragen und umgeben von Menschen, die einen ähnlichen Weg beschreiten. Ich war geführt von einem Menschen der es versteht, sein Yoga-Herz zu teilen und dieses Erlebnis der Ashramwoche erst möglich zu machen.“

In Erinnerung an eine wunderbare Ashram-Woche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.